Schattenliebe
Es gibt Seiten in uns,
die wir nicht mögen.
Nicht ein bisschen.
Sondern richtig.
Seiten,
für die wir uns schämen.
Die wir verstecken.
Oder gut begründen.
Oder sehr überzeugend bei anderen kritisieren.
Und trotzdem sind sie da.
Vielleicht bist du
egoistischer, als du zugeben willst.
Vielleicht neidisch.
Oder angepasst.
Oder überheblich.
Oder verletzt.
Oder wütend.
Oder einfach komplett überfordert.
Vielleicht bist du auch genau das,
was du bei anderen nicht aushältst.
Guter Moment, kurz wegzuklicken.
Oder weiterzulesen.
Wir schauen da hin.
Nicht perfekt.
Nicht kontrolliert.
Und ziemlich sicher nicht elegant.
Wir setzen rote Nasen auf.
Wir spielen.
Wir scheitern.
Manchmal grandios.
Wir übertreiben.
Wir machen uns sichtbar.
Und merken dabei:
Oh.
Scheiße.
Das bin ja ich.
Und manchmal ist das lustig.
Und manchmal eher so… hm.
Wir schauen dahin,
wo wir sonst wegschauen.
Nicht, um besser zu werden.
Nicht, um uns zu optimieren.
Sondern um zu sehen,
was sowieso schon da ist.
Und das ist oft mehr,
als uns lieb ist.
Oder etwas,
das uns sehr lieb ist
und noch nicht so oft da war.
Wenn wir aufhören,
uns ständig zusammenzureißen,
wird etwas frei.
Energie,
die vorher ins Verstecken ging.
Manchmal fühlt sich das gut an.
Manchmal denkst du: Nope. Das wollte ich so nicht.
Beides gehört dazu.
Für Menschen,
die bereit sind,
sich selbst nicht nur von ihrer guten Seite zu sehen.
Und darüber vielleicht sogar lachen können.
Zumindest irgendwann.
Gruppe.
Begrenzte Plätze.
Du wirst nicht alleine sein.
Aber auch nicht unsichtbar.
Wenn du teilnehmen möchtest,
melde dich gerne.