Werkstatt

Warum lernen wir so viel über die Welt –
aber so wenig darüber,
wie wir selbst funktionieren?

Und welche Folgen hat das eigentlich?

Nicht nur in meiner Arbeit mit Menschen und Teams
begegne ich immer wieder Situationen,
in denen Menschen (mich eingeschlossen!) nicht so handeln können,
wie sie eigentlich wollen.

Nicht, weil sie nicht wollen.

Sondern weil in bestimmten Momenten
etwas in ihnen übernimmt,
bevor sie überhaupt nachdenken können.

Wir sehen das Verhalten.
Aber wir verstehen oft nicht,
was dahinter passiert.

Ein Zugang dazu ist das Nervensystem.

Ich halte dieses Wissen für grundlegend.

Und ich frage mich,
warum es in unserer Bildung kaum eine Rolle spielt.

Für mich gehört es dorthin.

Nicht als zusätzliches Fach,
sondern als Teil dessen,
wie wir lernen,
wie wir miteinander umgehen
und wie wir uns selbst verstehen.

Es geht dabei nicht in erster Linie um Theorie.

Ein einfaches Verständnis der Grundprinzipien reicht oft.

Entscheidend ist,
dass es erfahrbar wird.

Im eigenen Erleben.
Im Kontakt mit anderen.
Im Alltag.

Mich interessiert,
wie genau das möglich werden kann.

Wie Räume entstehen,
in denen Menschen sich selbst besser verstehen,
ohne dass ihnen etwas erklärt werden muss.

Wie Lernen aussehen kann,
wenn Sicherheit und Nervensystem
mitgedacht werden.

Die Werkstatt ist ein Ort,
an dem ich diesen Fragen nachgehe.

Hier entstehen Ideen und erste Ansätze.

Nicht als fertige Konzepte,
sondern als Versuche.

Einige sind noch vage,
andere etwas klarer.

Sie müssen hier nichts werden.

Sie dürfen sich zeigen,
sich verändern
oder auch wieder verschwinden.

Vielleicht spricht dich etwas davon an.

Und vielleicht entsteht daraus etwas Gemeinsames.

Ich freue mich über Menschen,
die sich davon berühren lassen
und Lust haben,
in diesem Feld gemeinsam zu denken und zu entwickeln.